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21. Juli 2017
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Geschichte

21. Juli 2017

Unternehmensentwicklung

Wie sind wir geworden, was wir jetzt sind? Hier haben wir es für Sie aufgeschrieben. Übrigens: die Texte wurden in enger Zusammenarbeit mit den Freunden der Bremer Straßenbahn e.V. erarbeitet und viele Fotos wurden dem gemeinsamen Archiv entnommen.

 




Von der BVG zur WeserBahn: die Geschichte der WeserBahn GmbH


Seit 01. März 2000 auch im Eisenbahn-Güterverkehr tätig.

Die Bremer Vorortbahnen GmbH (BVG) ist vielen Bremerinnen und Bremern als Reiseunternehmen bekannt. Ältere Fahrgäste der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) erinnern sich daran, daß die BVG früher auch Linienbusse betrieb. Das Unternehmen ist seit einigen Jahren vor allem als Eisenbahn-Unternehmen und im Regionalverkehr tätig.

Eine Stück Geschichte: mit der BVG auf "Gummisohlen" ins Umland

1909 gründete die Bremer Straßenbahn AG die Studiengesellschaft für Vorortbahnen GmbH, ab 1914 die Bremer Vorortbahnen GmbH (BVG). Vorrangiges Ziel war es damals zu prüfen, ob und wie die "Vororte" sinnvoll und wirtschaftlich erschlossen werden konnten. Im Gespräch waren zum Beispiel Bahnen nach Oberneuland oder nach Vegesack und Blumenthal. Außerdem gab es Versuche mit elektrischen Trolleybussen nach Obervieland (Arsten).

1924 stellte die BVG einen Sammelantrag auf Genehmigung von Omnibuslinien. Im gleichen Jahr lieferte die Industrie das erste Fahrzeug und am 21. Oktober 1924 ging die erste Omnibuslinie in Betrieb (Horn - Oberneuland). Es folgte 1925 die Linie Burg - Blumenthal. 1925 wurden auch Zweigbetriebe in Delmenhorst und Oldenburg eröffnet, die jedoch 1927 bzw. 1933 wieder aufgegeben wurden.

Das Omnibusnetz wurde ständig erweitert, jedoch blieben die Beförderungsleistungen im Vergleich zu den Straßenbahnlinien der BSAG zunächst gering (1933 z.B. ca. 3 Millionen bei der BVG gegenüber 70 Millionen bei der Straßenbahn).

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges mußte die BVG mit ihren Bussen zunächst überall dort einspringen, wo kein Straßenbahnbetrieb mehr möglich war. Nach der ersten Phase des Wiederaufbaus übernahm die BSAG 1953 den Linienbusverkehr. Die BVG war dann zunächst nur noch im Reisedienst tätig.

Ein Name wird Realität: Die Bremer Vorortbahnen GmbH wird als WeserBahn GmbH zum Eisenbahnunternehmen

Ganz dem Firmennamen entsprechend, widmet sich die ehemalige BVG seit einiger Zeit auch dem Verkehr auf der Schiene. Seit 2001 trägt die BVG den neuen Firmennamen WeserBahn GmbH. Sie unterstreicht damit ihre Aufgabe als Mobilitätsanbieter für die Region. Sie ist das Eisenbahnunternehmen der BSAG. Seit dem Jahr 2001 ist die WeserBahn Mit-Gesellschafterin der Bremen-Thedinghauser Eisenbahn GmbH.


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Geschichte der Bremen-Thedinghauser Eisenbahn


Vier Länder genehmigten den Bahnbau zur Entwicklung der Bremen-Thedinghauser Eisenbahn

1. Oktober 1908 - Startschuss für die erste Teilstrecke der Bremen-Thedinghauser Bahn zwischen Huchting (Oldenburger Bahn) und Brinkum. In zwei weiteren Schritten wurden 1910 Leeste (01.02.) und Thedinghausen (01.10.) erreicht. Gleich vier Länder mussten ihre Zustimmung zum Bahnbau geben, neben Bremen, Oldenburg und Preußen auch Braunschweig, denn die Gemeinde Thedinghausen war eine braunschweigische Enklave.

26 km und 1.435 mm

Die Spurweite (Abstände der Schienen) der rund 26 km langen Bahnlinie betrug von Anfang an 1.435 mm - so wie bei den Hauptstrecken der Eisenbahn.

Die Strecke verläuft von Bremen-Huchting an der Bahnlinie Bremen - Oldenburg durch die Gemeinden Stuhr und Weyhe bis nach Thedinghausen:

  • Huchting km 0,0
  • Moordeich km 3,6,
  • Stuhr km 5,3,
  • Brinkum km 9,0,
  • Leeste km 11,7,
  • Sudweyhe km 16,4,
  • Riede km 20,6,
  • Dibbersen km 23,2,
  • Thedinghausen km 26,1.

Eigentümerin waren die damaligen Bremisch-Hannoversche Kleinbahn AG, Betriebsführerin die Deutsche Eisenbahngesellschaft, beide in Frankfurt ansässig. Dort trug die Strecke auch das Kürzel B-Th (Bremen - Thedinghausen).

In der Anfangszeit standen drei vierachsige Dampflokomotiven zur Verfügung, die 1911 um zwei dreichachsige Tenderloks ergänzt wurden - für die Bremen-Thedinghauser Eisenbahn eine beachtliche Ausstattung. Wegen der engen Gleisradien und der damit verbundenen Abnutzung der Spurkränze wurden die Vierachser jedoch bald durch Dreiachser ersetzt.

Im Halbkreis nach Bremen

Die Eisenbahn erschließt das Ochtum- und Weserniederungsgebiet sowie den südlichen Einzugsbereich von Bremen. Sie hatte ursprünglich für die Landwirtschaft und kleinere Industriegebiete ihre Bedeutung und auch als Zubringer für den Einzugsbereich Bremen. Für den regen Güterverkehr gab und gibt es ein Übergabegleis zur Hauptstrecke Bremen - Osnabrück in Kirchweyhe und die Personenzüge fuhren bis zum Bahnhof Bremen-Neustadt durch. Bereits 1927 wurde daher eine direkte Buslinie von Thedinghausen nach Bremen eingerichtet.

1928 beförderten 44 Mitarbeiter/-innen 116.004 Reisende und 77.579 t Güter. Dafür standen fünf Dampfloks, sieben Personen-, zwei Pack-/Postwagen und 12 Güterwagen zur Verfügung.

Um den Personenverkehr auf der Schiene wirtschaftlicher zu gestalten, beschaffte die Bahn 1934/1936 zwei Wismarer Schienenbusse. Sie konnten es jedoch nicht verhindern, dass der Verkehr ab ca. 1950 stark abnahm und schon zum 1. Oktober 1955 ganz von der Schiene verschwand. Die beiden Triebwagen wurden 1949 bzw. 1956 verkauft bzw. vermietet.

Als Rekordjahre weisen die Statistiken zum Beispiel das Jahr 1949 mit 437.409 Reisenden sowie 64 Mitarbeiter/-innen und 1972 mit 156.242 beförderten Gütertonnen aus.

Auf und ab im Güterverkehr

"Die Verkehrsentwicklung der letzten Jahre ist stetig steigend und sehr erfreulich, der werktägliche Güterzug ist oft um 60 bis 80 Achsen stark. Die Neuansiedlung von Industriebetrieben und Futtermittelfabriken bringen der Bahn erheblichen Verkehrszuwachs", beschrieb ca. 1973 der Fachbuchautor Gerd Wolf die Lage der Bahn. Die Übergabe der Güter an die DB AG erfolgte zeitweise in Delmenhorst bzw. Kirchweyhe. Nach 1990 sank der Güterverkehr stark ab, z. B. durch den Fortfall des Stückgutes. Das Gesamtaufkommen betrug 1994 nur noch 47 846 t. Die Strecke verkam zusehends, die Gesellschaft leitete das Stilllegungsverfahren ein.

Mit der Übernahme durch die neue Gesellschaft Bremen-Thedinghauser Eisenbahn (BTE) sind nicht nur der Erhalt des Schienen-Güterverkehrs und die Sanierung der Strecke gesichert, sondern sie ist auch die Grundlage für die abschnittsweise geplante Nutzung durch die Bremer Straßenbahnlinie 8 bis nach Leeste.


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